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Archiv der Artikel die in März 2010 erstellt wurden.

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Lol

0712195995438 treibt meine Statistik in die Höhe

Seit ich letzte Woche von 2 Telefonnummern, die mir auf die Eier gingen geblogt hab, sind meine Zugriffszahlen im schnitt um 200 % (die haben sich normal im unteren 2-Stelligen Bereich bewegt) gestiegen. Und ca. 150 % davon gehen auf die o.g. Nummer von Felicitas. Hier mal die Suchenanfragen der letzten 30 Besucher:

Kann man dies als Indiz dafür werten, dass die nicht nur mir tierisch auf den Sack gehen?

MSHUP – die Umfrage

Wie im vorherigen Posting bereits geschrieben, bin ich MSHUP Benutzer. So wie die meisten Firmen, erkundigt sich auch Microsoft nach ein paar Tagen nach den Erfahrungen, die man während des Einkaufs gemacht hat. Das an sich wäre ja eigentlich nicht Bloggenswert, aber die ein oder andere Frage kann ich doch nicht unkommentiert stehen lassen:

Es ist ja schön, dass es so viele Möglichkeiten gibt, auf die entsprechende Download-Seite zu gelangen. Aber die für MSHUP-Kunden naheliegenste fehlt offensichtlich. Dafür gibts es ja das Feld sonstiges.

Der Autor dieser Umfrage ist anscheinend kein Nativ-Deutsch-Speaker, aber besser, als der, der die Email geschrieben hat. Teilweise werden die Fragen komplett Sinnlos, wie im folgenden Bild. Wobei ich mir vorstellen kann, wie die Frage auf Englisch gelautet haben könnte….

Und zu guter letzt noch die allerletzte Seite der Umfrage:

Wollt Ihr wissen, was passiert, wenn man auf Schließen klickt? Richtig, er lädt diese Schließen-Seite neu, das Firefox-Fenster einfach zu schließen wäre ja auch zu einfach.

Update: Was mir grad noch so auffällt ist die Titelzeile der einzelnen Umfrageseite, denn die Wechselt von “Microsoft Operations Satisfaction Survey” auf “Microsoft Operations Statisfaction Survey” also von Richtig auf Falsch.

MSHUP

Durch eine Vereinbarung zwischen meinem Arbeitgeber und Microsoft darf ich das Microsoft Home Use Programm – MSHUP nutzen.

Dies bedeutet, dass ich MS Office 2007 Enterprise gegen einen kleinen Obulus legal Privat nutzen kann. Dass ich normalerweise OpenOffice.org vorziehe soll heute mal im Hintergrund stehen.

Der Grund, warum ich das hier Blogge sind einfach die perfekten Deutschkenntnise, die Microsoft nach erfolgter Registrierung in der Antwortmail mit dem Produktkey an den Tag legt:

Wenn man von einem Computer übersetzte Texte ungeprüft auf die Menschheit los lässt

Wenn man von einem Computer übersetzte Texte ungeprüft auf die Menschheit los lässt

2 auf einen Streich: 0043316245422987 und 0712195995438

Die Nr. 0043316245422987 ist mir nun schon 2 Wochen auf die Eier gegangen. Jedes mal, wenn jemand hier abhob, wurde aufgelegt. Bis auf gerade eben, also 11:33 Uhr.
Ich hatte da eine Frau dran, die sagte, sie sei von

GoBo Kinderbücher
Heuriedweg 19
88131 Lindau

Lt. Homepage von dem Laden steht im Impressum zusätzlich noch folgende Adresse:

Verwaltung:
GoBo Kinderbücher GmbH
Bernardastr. 38
CH-5442 Fislisbach

Die Frau viel gleich mit der Tür ins Haus und wollte die “Cheffin” sprechen. Da mir, wie oben bereits geschrieben, die Nummer schon länger auf den Sack geht, war ich natürlich “gut gelaunt”, als ich jemanden dran hatte. Ich hab ihr dann in gerade noch höflichem Ton zu verstehen gegeben, dass die “Cheffin” nicht da ist, um was es denn geht. Dann plapperte sie wie ein Wasserfall los, und erzählte mir, dass meine Tochter ja bald Geburtstag habe und sie ihr gerne ein Kinderbuch schenken wolle.

Ihr Wissen über uns gefiel mir irgendwie gar nicht. Sie wusste definitiv zu viel! Und ihr wissen brachte mich dann so langsam auf Betriebstemperatur. Womit ich sie dann aus dem Konzept gebracht habe. ;-)

Zunächst habe ich ihr folgende, meiner Meinung nach einfach Frage gestellt:

Warum rufen Sie aus Deutschland mit einer österreichischen Vorwahl an?

Jetzt herrschte mal kurz Stille in der Leitung, den Anscheinend hat die Dame auf diese Frage keine vorgegebene Antwort auf ihrem Telefonskript stehen. Nach einer kurzen Pause meinte sie nur, dass sie ab und zu die Kollegen in Deutschland unterstützen.

Weiterhin hab ich sie gefragt, warum sie die Leute so penetrant telefonisch belästigen, in dem sie das Telefon läuten lassen und dann einfach auflegen, wenn jemand abhebt. Diese Antwort scheint wieder auf dem Skript gestanden zu haben, denn sie antwortet wie aus der Pistole geschossen: “Das macht bei uns einen Dialer, darauf haben wir keinen Einfluss”.

Das dachte ich mir bereits, aber genau das wollte ich garnicht wissen, also hab ich etwas nachgebohrt, und nochmal in bestem Deutsch gefragt:

Warum belästigen sie uns?

Die Antwort hierauf fand ich eigentlich ein Frechheit, aber vielleicht ist in Österreich die Mentalität tatsächlich etwas anders als bei uns. Sie sagte nämlich ganz trocken:

Das ist doch keine Belästigung, das sind nur Produkt-Informationen.

Bevor ich dann zum eigentlichen Schmankerl dieses Telefonats komme, fassen wir nochmal kurz zusammen:

  • die Firma “GoBo Kinderbücher” hat ihren Firmensitz in Lindau am Bodensee in DEUTSCHLAND
  • die Firma “GoBo Kinderbücher” hat ihre Verwaltung in Fislisbach in der SCHWEIZ
  • die Firma “GoBo Kinderbücher” veranstaltet Telefonterror und verwendet hierfür eine Telefonnummer aus ÖSTERREICH
  • die Firma “GoBo Kinderbücher” weiss dass wir eine 3-jährige Tochter haben
  • die Firma “GoBo Kinderbücher” möchte meiner Tochter etwas zum Geburtstag schenken
  • die Firma “GoBo Kinderbücher” nennt Belästigungen dieser Art ganz einfach Produktinformation

So, nachdem wir nun auf dem laufenden sind, können wir weiter machen.

Ich hab ihr doch glatt meine Lieblingsfrage bei dieser Art telefonischer Konversation gestellt:

Woher haben Sie unsere Daten?

Mit ihrer Antwort versuchte sie auszuweichen, und meinte, sie könne uns in eine andere Liste verschieben, dann werden wir nicht mehr angerufen.

Ich hab ihr dann gesagt, dass das keine Antwort auf meine Frage war und habe meine Frage dann nochmal etwas lauter wiederholt, vielleicht hört die Frau einfach nur schlecht (wobei sie dann als Telefonterroristin nicht geeignet wäre).

Das kann ich Ihnen nicht sagen!

lautete ihre Antwort. Ich hab sie dann aufgefordert, uns an die gespeicherte Adresse eine Auskunft nach §34 BDSG zu schicken. Zeit hab ich ihr hierfür 2 Wochen gegeben. Daraufhin hat sie das Gespräch beendet weil sie mit mir nicht länger Diskutieren will. Schade eigentlich, ich war doch grad mal am Warmlaufen…

Ich hab im laufe der letzten Tage auch mal nach der Nummer gegoogled. Es gibt zwar nicht viele Treffer, aber die Qualität kann sich sehen lassen. Es gibt doch einige, die sich auch belästigt fühlen.

Viele derer, die sich in den einschlägigen Foren gemeldet haben, haben auffallend ähnliche Erlebnisse und Vorgeschichten. Alle Betroffene haben kleine Kinder (wobei meine Tochter den Schnitt schon wieder ziemlich anhebt, da die meisten ihren Nachwuchs erst vor kurzer Zeit bekommen haben). Außerdem haben fast alle berichtet, dass sie mit der Felicitas GmbH zu tun hatten. Das sind die mit den Hostessen und den Geschenkekoffern.

Und warum schreib ich das alles? Genau, weil ich nicht an Zufälle glaube. Ratet doch mal, wer dann heute um 13:49, also etwas mehr als 2 Stunden, nachdem ich die “Österreicherin” zum Auflegen genötigt habe, angerufen hat? Na, los. Ihr kommt nicht drauf. Also gut, der Anruf kam von der 0712195995438 und die Telefonterroristin am anderen Ende meldete sich mit “Felicitas” und wollte auch die “Cheffin” sprechen. Und das kurz nach dem Mittagessen. Aber gegen einen Nachtisch hab ich eigentlich nichts einzuwenden, also hab ich auch sie noch vernascht.

Als ich ihr sagte, dass die “Cheffin” grad nicht kann, fragte sie, ob wir solche Dinge (ähm welche jetzt genau?)  gemeinsam machen, dann könnte sie auch mit mir reden. Sie hätte auch nur ein paar kurze Fragen. Das ganze daure auch nur 2 Minuten. Ich hab sie dann gefragt, ob ich Ihr vorher 1 Frage stellen darf.

Aus ihrer Sicht war das keine gute Idee. Ich hab sie nämlich gefragt, ob sie die Daten, die sie da erheben, weiterverkaufen. Das hat sie wie einstudiert zurückgewiesen. Sie geben nichts weiter. Ich hab sie dann mal auf die Schluchtenscheißerin Frau vom Vormittag angesprochen. Sie hat dann nur gemeint, ihr wäre da nichts bekannt, aber sie gibt es weiter an ihren Vorgesetzten zur Überprüfung. Das klang aber auch irgendwie wie einstudiert. Und dann hat sie zum Ende des Gespräches gezeigt, dass sie tatsächlich verstanden hat, dass ich nicht wirklich erfreut über diesen Anruf war, und hat gesagt:

Unter diesen Umständen wollen Sie meine Fragen sicher nicht mehr beantworten, oder?

Bingo. Das hab ich ihr dann auch recht freundlich gesagt. Sie wollte sich dann nochmal melden, wenn das mit den Daten geklärt ist. Bin mal gespannt. Warten wir mal ab, bis die Frist für die Schluchtenscheisser abgelaufen ist. Wenn sich Felicitas bis dahin nicht gemeldet hat, wirds Zeit für einen T5F. Das gilt auch für die Össis.